Medienanfrage beantworten: Warum Tempo entscheidet

Medienanfrage beantworten: Warum Tempo entscheidet

Reagiere so schnell wie möglich. Warte nicht.

Antwortest du erst kurz vor der Deadline, stehen 80 bis 90 Prozent des Textes vermutlich schon. Die Reporterin hat bereits mit deinen Kritikern oder deinen Mitbewerbern gesprochen, hat sich ein Bild gemacht, Experten befragt, 2800 Zeichen geschrieben.

Warum schneller besser ist

Antwortest du erst auf den letzten Drücker, gibt es keinen Platz mehr für deine Sicht, keine Chance auf Argumente, keine Möglichkeit, auf Kritikpunkte zu reagieren.

Besser: gleich zurückrufen. Fragen, worum es geht, wer die Gegenstimme ist, welche Fragen kommen, ob du sie per Mail haben kannst. Du musst bei diesem ersten Telefonat noch keine Antworten geben. Aber je früher du dich als kooperativer Gesprächspartner zeigst, desto positiver die Stimmung.

Wenn du mehr Zeit brauchst

Bleib ruhig und souverän. Versprich lieber, dich in einer Stunde mit Antworten zu melden. Du brauchst Zeit, um vorzubereiten, was du gesagt haben willst. Kein Satz, kein Halbsatz sollte aus dem Zusammenhang gerissen Schaden anrichten können.

Halte dein Versprechen. Sonst zwingt die Reporterin dich zu ersetzen durch jemanden, der sich nicht so lange bitten lässt. Es ist wie beim Flirten: Wer die Konversation verweigert, wird ersetzt.

Wenn die Zeit wirklich drängt

Sehr knappe Deadlines haben meist zwei Gründe. Entweder ist ein anderer Gesprächspartner abgesprungen und du kannst der Retter sein. Oder man will dich unter Druck setzen, damit du unüberlegt antwortest.

Stehst du vor der Wahl, sofort zu sprechen oder gar nicht zu Wort zu kommen, hilft nur eines: abwägen, wo das größere Risiko liegt.

Die üblichen Deadlines im Überblick

  • Tageszeitungen: später Nachmittag
  • Wochenzeitungen: zwei bis drei Tage vor Erscheinen
  • Monatliche Magazine: zwei bis drei Monate Vorlauf
  • Radio und TV: manchmal eine bis zwei Stunden vor Ausstrahlung
  • Online-Medien: immer früher als das direkte Konkurrenzmedium

Ein Extratipp

Biete bei Ratgebertexten an, den Beitrag auf sachliche und fachliche Richtigkeit zu prüfen. Nicht fordernd, sondern unverbindlich: „Wenn Sie mögen, schaue ich mir den Text nochmal an, weil es da einige Fallstricke gibt, die man leicht übersieht.“ Redakteure haben genauso ein Interesse daran, dass Fakten stimmen.

Und denk daran: Du hast kein Recht, den fertigen Artikel vor Drucklegung zu sehen. Wörtliche Zitate müssen dir nur dann zur Autorisierung vorgelegt werden, wenn das vorab vereinbart wurde.

Wenn du wissen willst, wie du dich als Experte so positionierst, dass Medienanfragen irgendwann von selbst kommen, buch dir ein Content-Sparring. Wir schauen gemeinsam, welche Themen und Formate dich sichtbar machen.

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